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Bye Bye 2020 – Der Jahresrückblick

 

Der letzte Tag im verkorksten Jahr 2020. Und was bin ich froh, dass es jetzt endlich ein Ende hat, aber gleichzeitig fürchte ich mich doch auch schon ein bisschen vorm neuen Jahr. Ein Blick in die Zukunft, wäre manchmal echt optimal. Ich hoffe ja nur, dass 2021 schöner wird als das alte Jahr, sonst weiß ich nämlich ehrlich gesagt nicht, wie ich das schaffen soll. 

2020 hat eigentlich echt perfekt begonnen, denn im Februar konnte ich mit meinem neuen Job beginnen. Er macht mir bis heute wirklich Spaß, ist vor allem total spannend und fordernd. Auch wenn immer wahnsinnig viel zu tun ist und keine Zeit zum durchschnaufen bleibt, bin ich froh hier untergekommen zu sein. Außerdem habe ich tolle Kollegen, ohne die bestimmt alles doof wäre…… aber so wie es ist, so mag ich es. 

Der gute Start hat allerdings recht schnell einen Dämpfer bekommen. Zuerst hat mein Mann ewig mit einer Grippe und dann Lungenentzündung herumgetan, dann hats mich erwischt und kaum war ich gesund, kam auch schon eine Woche später der erste Lockdown. Prinzipiell bin ich ein sehr positiver Mensch, aber vor dem ersten Lockdown hatte ich schon echt Bammel. Kein Mensch wusste, wie das alles weitergeht, die schlimmsten Gerüchte kursierten im Internet, die natürlich zusätzlich eingeschüchtert haben und die Angst um den Job war überdimensional, weil ich keine Ahnung hatte, wie ich das alles anstellen sollte mit den Kindern daheim. So gings uns bestimmt eh allen, oder? Ich muss dazu sagen, dass ich auch hier wahnsinnig Glück hatte und problemlos bei den Zwergen daheim bleiben konnte. Wenn mein Mann frei hatte, ging ich arbeiten. Die Aufregung davor war also ziemlich unbegründet, es hat ja doch alles ganz gut geklappt. Wir haben während dem ersten Lockdown viel gebastelt, viel gespielt und natürlich immer brav die Aufgaben gemacht. Ein bisschen spazieren gegangen sind wir auch, aber meistens zu Zeiten, wo niemand unterwegs war. Einerseits war das echt gemütlich, andererseits aber ist uns recht bald die Decke auf den Kopf gefallen und so richtig Zeit für mich selbst blieb auch nicht, das hat mir schon etwas gefehlt.

Dann gings aber wieder Vollgas weiter mit Arbeit, Schule und Co…….. bis zu den Ferien, die kurz darauf folgten. Ja viel Zeit war dazwischen echt nicht vergangen. Aber auch den Sommer haben wir recht gut hinter uns gebracht. Die Male, die wir schwimmen waren, kann man an einer Hand abzählen, dafür haben wir diese paar mal umso mehr genossen. Man lernt durch solche Dinge, ja die Kleinen alltäglichen Dinge noch mehr zu schätzen. Wir hatten unseren Alltag also wieder ganz gut im Griff, fürs Bloggen blieb trotzdem wenig Zeit. Die Arbeit hat mich so gefordert, dass ich abends weder richtig viel lesen konnte, noch viel Motivation fürs Bloggen hatte. Aber das war mir klar, dass es so kommen würde. Ich hab halt das Beste draus gemacht und gelesen und gebloggt, wie es die Zeit zugelassen hat. Bringt ja doch nix, sich zusätzlich Druck zu machen, bei etwas das man zum Spaß machen sollte, oder?

Die Mittlere hat im September in einer neuen Schule begonnen, das war vor allem für sie eine aufregende Zeit, aber auch das hat gut geklappt und sie hat sich dort gut eingelebt.  In der Arbeit gabs dann immer wieder Covid Verdachtsfälle, das war dann jedes mal Home Office für mich, weil ich mit den meisten Positiven in Berührung kam. Ein eigenes Phänomen war das ja schon. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke gar nicht so schlimm, zu der Zeit hats mich aber ordentlich genervt, weil ich daheim nun mal nicht so arbeiten kann wie im Büro. 

Der Soft Lockdown wiederum war kaum spürbar, weil sich für mich nix verändert hat…… der richtige Lockdown hat mir dann dafür alles abverlangt. 40 Std. in der Woche arbeiten zu gehen ist ja durchaus machbar. Aber 40 Std/Woche arbeiten zu gehen und die Kinder (zumindest die Schulkinder) daheim zu haben (bzw. untertags oft bei der Oma) und ihnen beim Home Schooling zu helfen, während man natürlich den Haushalt machen sollte, wenn möglich Essen vorbereiten auch nicht schlecht wäre und das Kleinste Kind auch nach Aufmerksamkeit schreit…… JA! Dafür sind 24 Stunden pro Tag einfach zu wenig. Und schnell hat sich heraus kristallisiert, dass meine Nerven wohl doch begrenzt sind. Dieser Lockdown hat mich absolut an meine Grenzen gebracht und viel länger hätte er für mich nicht dauern dürfen. Denn danach war ich wirklich fertig. Ich schätze, dass es einfach die Summe vom ganzen Jahr war, die an mir gezerrt hat und mir durch den erneuten Lockdown dann den Rest gegeben hat. So kams natürlich auch, dass ich im November und Dezember kaum gelesen habe. Was mich wiederum unrund gemacht hat, weil das ja doch meine Entspannung ist. So ein Teufelskreis aber auch. 

Dafür hatte ich jetzt einige Tage Urlaub, war heute das erste mal im Büro. Das war richtig fein, einfach abzuschalten und nichts zu tun- also im Urlaub. Das habe ich gebraucht und bin jetzt wieder voll motiviert und guter Dinge. Außerdem musste ich heute nur bis zu Mittag arbeiten und habe jetzt drei Tage frei. Das kann auch wieder was. 

Ja, das Jahr 2020 war definitiv herausfordernd, mitunter auch zermürbend und stressig. Während wir uns als Familie manchmal gerne die Köpfe eingeschlagen hätten, sind wir trotzdem noch mehr zusammen gewachsen. Es hat also auch positives. So viel Zeit, wie es im Frühjahr der Fall war, werde ich vermutlich nicht so schnell wieder mit den Kindern verbringen können (außerhalb vom Urlaub). Und fürs nächste Jahr hoffe ich einfach, dass alles wieder stressfreier wird und ich wieder mehr Lesen kann und mehr zum Bloggen komme. Und ich hoffe außerdem, dass ich viele tolle Aktionen mit meinen beiden Pinkys starten werde. 

 

Im Vergleich zu 2019 habe ich nicht mal die Hälfte von allem erreicht. Denn so sah mein Jahr 2020 in Büchern aus:

Gelesene Bücher: 60
Davon Rezensionsexemplare: 42
eBooks: 38
Prints: 22

Meine Goodreads Challenge von 80 Büchern habe ich erfolgreich in den Sand gesetzt.

Hier, auf meinem Blog, gab es im Jahr 2020 82 Beiträge, davon waren 54 Rezensionen, 7 Blogtourbeiträge und 19 waren Pinky Beiträge. Da geht nächstes Jahr definitiv mehr. 

 

Und auch wenn dieses Jahr nicht meins war, bin ich dankbar für so vieles. Ich bin dankbar, dass hier alle gesund sind. Dass ich so viele wunderbare Menschen besser kennen lernen durfte. Dass ich wunderbare Freunde habe, die ich niemals missen möchte. Dass wir das Jahr überstanden haben ohne richtige Nervenzusammenbrüche. Dass ich tolle Kollegen, tolle Freunde (auch meine Pinkys), eine wunderbare Familie, grandiose Kinder (die bei den pubertären Anwandlungen nicht immer ganz so grandios sind), den besten Mann auf der ganzen Welt habe. Und natürlich bin ich dankbar für euch Leser und dafür, dass ihr es bis hierhin ausgehalten habt. Schön, dass es euch alle gibt!!

 

Auf ein wunderbares, glückliches, gesundes und buntes 2021! Hoffentlich funktioniert der Wunsch besser als im Vorjahr 🙂

 

 

 

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