Rezension

Elfenlicht- Märtyrerkunst von Judith Laverna

Die junge Kriegerin Ayleen wächst als einzige Tochter einer Adelsfamilie der Elfen weit im Norden auf. Sie überlässt das Regieren lieber anderen, da sie sowohl von ihrer Impulsivität als auch von ihren besonderen Fähigkeiten zum Handeln getrieben wird.
Während ihr Volk und seine Kultur verfallen und dabei mächtigen Feinden gegenüberstehen, muss die Elfenkriegerin ihre eigene Herkunft ergründen. In dem schicksalshaften Dilemma, Intriganten und auch dem eigenen Vater gegenübertreten zu müssen, entdeckt die sonstige Einzelkämpferin, dass es ein viel höheres Gefühl gibt, das sie bis dahin nicht gekannt hat: Liebe.
Im Glauben, für das Schicksal ihrer Welt verantwortlich zu sein, stürzt sie sich in ein Abenteuer, dessen Ziel die verzweifelte Suche nach einem Sinn dahinter ist. Erst als ein vor Ewigkeiten verbannter Verräter und König wieder auf den Plan tritt, wird klar, dass die Gefahr, in der ihr Volk und sie sich befinden, weitaus größer und gefährlicher ist, als sie alle angenommen haben. In einer Reise durch epische Welten beginnt für Ayleen ein Wettlauf gegen die Zeit in ein Abenteuer, bei dem sie nicht nur für sich selbst kämpfen muss, sondern auch für die, die sie liebt, und ihr gesamtes Volk. 
 
Seiten: 586
 
Ich muss gestehen, dass mir der Anfang dieses Buches etwas holprig vorkam. Eigentlich war ich dauerhaft verwirrt, es gab Satzanfänge die sich ständig wiederholten und mich damit leicht verrückt machten. Ab ca 20% des Buches packte mich die Geschichte dann aber komplett. Weswegen das Buch von mir auch 5 Sterne bekommt, denn alles in allem betrachtet war es wirklich super und die ganzen Informationen am Anfang waren auch wirklich wichtig. 

Ayleen fand ich wirklich faszinierend. Stets mit dem Kopf durch die Wand, scheut sie nicht davor für die Wahrheit einzustehen. Die Elfen und ihre Kultur liegen ihr am Herzen, ein Grund warum sie ständig Probleme hat, denn die Königin und ihre Gefolgsleute haben anderes im Sinn. Trotz ihrer Einsamkeit, ändert sie sich nicht, ganz im Gegenteil denn die Meinungen der anderen sind ihr total egal. Egal ob geistig oder im Kampf, sie geht meistens als Siegerin hervor. Es war wirklich absolut genial wie sie die anderen fertig machen konnte. 

Und obwohl sie auf der einen Seite echt stark sein konnte, habe ich die Beziehung zu ihrem Vater nicht verstanden. Er hat sie in einer Tour gedemütigt, geschlagen und einfach nie gut behandelt, trotzdem hat sie sich nach seiner Liebe fast schon krankhaft gesehnt. Bis zu einem gewissen Grad konnte ich das nachvollziehen, es ging ja immerhin um ihren Vater, aber das wurde mir dann doch zu extrem.

Das war eine wirklich spannende Reise, die ich mit Ayleen erlebt habe. Es gab ein paar Charaktere die sie auf ihrem Weg begleitet haben und natürlich noch viel mehr Feinde, die ihr diesen erschwert haben. Es gab Momente, in denen ich gemeinsam mit ihr an eine schöne Zukunft dachte, immerhin sah es eine Zeit lang wirklich gut aus. Immer mehr Geheimnisse wurden gelüftet, sie wirkte stärker denn je, hatten einen wunderbaren Begleiter an ihrer Seite und durfte endlich erfahren wie es ist, Gefühle entgegengebracht zu bekommen, die ihr bis dahin immer verwehrt wurden. Und dann gab es Momente, wo ich einfach nur komplett perplex und fertig war, weil es einfach nur grauenhaft war was passiert ist und ich nicht damit gerechnet habe.

Auf jeden Fall kann ich jetzt mit gutem Gewissen sagen, dass dieses Buch mich wirklich gepackt hat, trotz Startschwierigkeiten. Also wenn euch der Anfang holprig vorkommt, lest weiter denn es wird besser- so wars zumindest bei mir. 

 
 
 
 

 

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2 Kommentare

  • Pat

    Hallöchen!

    Ja, mir ging es auch so. Es hat ein wenig gedauert, aber dann ging’s los. Ich denke man braucht eben eine Weile, bis man sich zurechtfindet.
    Ayleen find ich auch toll! Das mit ihrem Vater is eine andere Geschichte 🤦‍♀️😂
    Aber wirklich ein sehr tolles Buch! Und auch total traurig.

    GLG Pat

    • Marie

      Es ist ja wirklich wahnsinnig viel Input am Anfang, das sollte man nur lesen wenn man den Kopf frei hat. Aber es ist halt wichtig, dass alles zu erfahren.
      Ja sehr traurig phasenweise 😔

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