Michèle Voigt
Rezension,  Werbung

Kind der 90er von Michèle Voigt

Julia ist Ehefrau und Mutter und eigentlich ist ihr Leben perfekt. Aber irgendwie ist da trotzdem so ein Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Sie fühlt sich in ihrer Mutterrolle gefangen und sehnt sich nach Freiheit, Spaß, Abenteuern und der glücklichen Zeit in den 90ern, als sie jung war, das Leben bunt und sie jeden Tag Spaß mit ihrer Clique hatte.
Auf einer 90er Party trifft sie Jannis, ihre Jugendliebe. Er scheint ihr all das bieten zu können, was ihr in ihrem Leben fehlt. Eine Achterbahn der Gefühle beginnt.

Ein berührender Liebesroman über die Vergangenheit, die Zukunft und verpasste Träume. Zwischen Bravo Hits, grenzenloser Freiheit, unbeschwerten Nächten und dem Alltag einer berufstätigen Mutter.

90er-Feeling garantiert!

Quelle: Amazon
 
 
Verlag:SP
Seiten: 195
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar
 
 

Auf Facebook habe ich einen Aufruf zu diesem Buch gesehen und da musste ich gar nicht lange überlegen. Die 90er waren meine Zeit und ich wollte unbedingt eine Reise in die Vergangenheit erleben.

Diese bekam ich auch. Denn beim Lesen wurde ich ständig an die damalige Zeit erinnert. Welche Lieder damals angesagt waren, welche Serien und Filme wir geschaut haben, welche Leckereien es damals gab, und und und. Immer wieder habe ich mich dabei erwischt, wieviel ich schon gar nicht mehr im Kopf hatte. Dank Kind der 90er weiß ich jetzt wieder alles. Der Schreibstil hat mich direkt in die damalige Zeit katapultiert und das hat mir echt gut gefallen.

Hier geht es um Julia. Sie ist Mama und Hausfrau und eigentlich glücklich mit ihrem Leben. Eigentlich…. das ist genau der Punkt, denn ein einziges Treffen mit ihrer Jugendliebe bringt alles ins Wanken. Ich konnte ihre Zerrissenheit schon bis zu einem gewissen Punkt verstehen, auch wenn ich nicht immer so ganz eins mit ihren Taten war. Der Kampf zwischen der erwachsenen Julia und der 16 jährigen war total nachvollziehbar. Wieviele von uns träumen sich nicht gerne in die Jugend zurück, in diese unbeschwerte Phase unseres Lebens, deswegen war die Situation auch echt realistisch. Und trotzdem hätte ich anders reagiert als sie. Aber Julia ist die Protagonistin und ich bin ich, da muss das ja nicht immer ident sein. Ich fand Julia aber trotzdem gut gelungen.

Was mir hier ein bisschen gefehlt hat war die Tiefe. Irgendwie bin ich nicht so richtig hineingekommen und es hat mich auch nicht so ganz gepackt, vielleicht ist es mir deswegen auch vermehrt aufgefallen, dass hier die Gespräche echt gefehlt haben. Es gab wenige direkte Gespräche, meistens wurden diese in den Erzählungen nacherzählt. Auch was die Gefühle anbelangt, hat mir ein bisschen dieses „mehr“ gefehlt. Für mich war es leider oft zu oberflächlich. Was nicht bedeutet, dass es deswegen nicht gut zu lesen war, denn alleine die Reise in die 90er ist es schon wert dieses Buch zu lesen. Für mich persönlich war es nur kein Highlight. Auch das Ende hätte ein bisschen intensiver sein dürfen.

 

Eine wunderbare Reise in die Vergangenheit, welche echt Spaß gemacht hat und wieder vieles in Erinnerung gerufen hat, mit einer Liebesgeschichte die sehr realistisch war und bestimmt auf diese Art und Weise auch schon einigen passiert ist. Es war gut zu lesen, auch wenn es mir an der Tiefe der Gefühle und an Dialogen gefehlt hat.

 
 
 

 

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