Rezension,  Werbung

Pulverschnee und Weihnachtsküsse von Annie B. Engel

Bevor es in die wohlverdienten Weihnachtsferien geht, wollen Bela und Mariella das Jahr bei einer Skifreizeit ausklingen lassen. Nach der harten Trainingszeit sind sie ihrem Ziel, Profi-Schwimmer zu werden, wieder ein Stück näher gekommen. Wären da nicht diese merkwürdigen Liebesbriefe, die jeden Tag an Belas Tür kleben. Für Mariella ist klar: Sie müssen dem ein Ende setzen. Während sie und Bela das glückliche Paar spielen, um den Stalker aus der Reserve zu locken, ist es ausgerechnet Maxim, Mariellas Bruder, der Belas Gefühlsleben komplett auf den Kopf stellt.
Quelle: Amazon
 
Verlag: SP
Seiten: 269
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar 
 
 

Ein winterliches Buch ist für diese Zeit genau richtig und nachdem mich Klappentext und Cover sofort überzeugt haben, wollte ich es unbedingt lesen.

Das Buch ist aus Belas Sicht geschrieben. Bela ist 18, also gerade am erwachsen werden und dies gestaltet sich für ihn schwieriger als für viele andere. Zum einen bekommt er ominöse Liebesbriefe, die ihm Angst einjagen und zum anderen muss er sich über seine Gefühle klar werden, auch wenn er das Anfangs noch nicht ganz weiß. Die Geschichte aus seiner Sicht zu lesen, hat mir sehr gut gefallen und dadurch konnte ich mich auch richtig gut in ihn hineinfühlen. Ich fand ihn authentisch und ich konnte alles sehr gut nachvollziehen. Zumindest was Belas Sicht betraf.

Als Leser hat man bei manchen Sachen schnell den Durchblick, und merkt schnell, dass manche Gefühle nicht so Fake sind, wie sie sein sollten. Was man allerdings nicht schafft, ist die Charaktere richtig einzuschätzen. Also mir ist es zumindest nicht gelungen, denn manche haben mich doch sehr enttäuscht.

Gerade in der heutigen Zeit denkt man, dass ein Outing gar kein Aufsehen mehr erregen sollte. Doch so einfach ist es leider nicht und das wird in diesem Buch wirklich treffend transportiert. Ist es so schon schwer, ist es für Sportler anscheinend der Untergang. Diese Tatsache hat mich hier oft sprachlos zurückgelassen, denn da gab es einige krasse Vorfälle.

Die Geschichte ist toll geschrieben. Der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen und mich die schönen Momente genießen lassen, mich bei den traurigen Momenten aber auch stark mitfühlen lassen. Die Gefühle waren in jedem Fall spürbar und nicht nur einmal habe ich mir die Frage gestellt, wie eine so weit entwickelte Menschheit so intolerant sein kann.

Pulverschnee und Weihnachtsküsse ist eine wirklich schöne Geschichte, die eindeutig real sein könnte. HIer geht es ums Erwachsen werden, um verwirrende Gefühle, dem schwierigen Outing, intolerante Menschen, aber auch Menschen die hinter einem stehen. Es geht um Chaos, Liebe, Angst, Hoffnung, Freundschaft und verworrene Gefühle.

Dass das Ende dann so schnell kam, hat mich kurzfristig ein bisschen gewurmt, weil ich gerne noch ein paar Situationen aufgedeckt haben wollte. Aber eigentlich ist es so wirklich ok für mich, denn so hab ich mir gewisse Dinge einfach selbst ausgemalt.

Definitiv empfehlenswert!

 
 
 
 
 
 
 

 

 

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