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(Releaseparty) #ichbinnichtmeineAngst

#ichbinnichtmeineAngst ist eine Aktion von Kim Leopold
 
Das Gefühl der Angst, kennt wohl jeder von uns. Schwitzige Hände, rasendes Herz und der Gedanke daran was schlimmes passieren könnte, sind nur ein paar Dinge, die wir dabei erleben. Es ist nicht immer einfach, aber ich glaube ganz fest daran, dass wir stärker sein können als unsere Ängste, dazu dürfen wir uns auch jederzeit Hilfe holen, egal von wem. Niemand sollte denken, dass Angst zu haben eine Schwäche ist, denn Angst zu haben ist eine komplett natürliche Situation. Es kommt aber darauf an was wir daraus machen. Lassen wir uns von unserer Angst lähmen oder setzen wir uns damit auseinander und kämpfen dagegen an?
Hier erfahrt ihr mehr über meine Ängste:
Ich habe viele Ängste…… Meine größte Angst ist, dass meinen Zwergen, meiner Familie und allen Menschen die mir wichtig sind, etwas passieren könnte. Immer wieder ergreift mich genau diese Angst, wenn zb. eines meiner Kinder krank ist oder meine Mama wieder eine Operation vor sich hat. Es schleichen sich grausame Gedanken in meinen Kopf und füllen diesen immer mehr mit : „Was ist wenn,….“ Fragen. Genau diese Fragen sind es, die es immer wieder schaffen mich hinunterzuziehen. Aber ganz ehrlich, ich kann nicht wissen was passiert und versuche genau deswegen immer wieder daran zu denken, dass am Ende schon alles gut sein wird. Klar, das ist oft leichter gesagt als getan und kostet mir immer wieder einiges an Kraft, vorallem weil die Angst nicht einfach aufgibt und sich nicht mehr blicken lässt, sondern immer wieder versucht mir mein Leben schwer zu machen. Aber ich gebe nicht auf und versuche sie immer wieder zu verdrängen. Und am Ende ist es dann doch meistens mein Optimismus der die Überhand gewinnt und die Angst in eine kleine dunkle Ecke zwingt, wo ich sie nur noch leicht wahrnehme.

 

Ich habe außerdem wahnsinnige Angst vorm Versagen, vor den Gedanken die andere Leute über mich haben können und davor Fehler zu machen. Erst vor kurzem, habe ich diese Angst wieder gehabt. Als ich meinen Lehrgang begonnen habe, haben mich die Fragen: „Was ist wenn mir das zu schwer wird?“, „Was ist, wenn dort nur richtig schlaue Leute sitzen, die mich „Normalo“ für richtig dämlich halten?“ „Was ist wenn ich etwas nicht verstehe und irgendwelche Fehler mache?“ schwer beschäftigt. Auch diese Angst, versucht nach wie vor jeden Tag die Überhand zu gewinnen, aber mein Mut lässt es nicht zu. Denn ich habe mich ganz bewusst für diesen Lehrgang entschieden und es ist klar, dass ich nicht alles wissen kann- genau deswegen sitze ich ja dort, um es zu lernen. Aber ich will es unbedingt schaffen und bin deswegen mutig genug es zu probieren. Wenn man etwas unbedingt will, schafft man es die Angst wieder in die dunkelste Ecke zu sperren und sich nicht davon lähmen zu lassen-meistens zumindest. Außerdem hat man immer wieder Menschen in seinem Leben, die einem helfen mutig zu sein. Meine Familie stärkt mir den Rücken, meine Mama hilft mir dabei die Mittagszeit mit den Zwergen zu überbrücken. Mein Mann nimmt mir immer wieder die Kinder ab, damit ich in Ruhe lernen kann (glaubt mir, das kommt oft vor- von nix kommt halt nix). Meine Schwiegermama baut mich immer wieder mit ihren Worten auf und auch meine restliche Familie steht voll hinter mir. Wie soll die Angst es also schaffen, hier Überhand zu nehmen, wenn so viele wunderbare Menschen mich und meinen Mut so aufbauen?

 

Genauso ein Angst Thema sind Spinnen. Am Wochenende war erst wieder eine auf meinem Balkon. Keine Ahnung wo sie jetzt ist, sie war auf einmal spurlos verschwunden. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Fall meine Angst nicht bekämpfe, denn diese beeinflusst mein Leben nicht sonderlich. Klar hört man immer wieder ein Quietschen, wenn ich eine entdecke und womöglich auch den Hilferuf „Schatz, bitte rette mich“, aber es ist nicht so, dass ich mich dann nicht mehr in mein Zimmer traue solang sie da ist (Okay manchmal muss mein Mann sie entfernen, bevor ich mich rein traue- aber wirklich nur manchmal). Im Großen und ganzen ist diese allerdings meine kleinste Angst, deswegen darf sie auch bleiben. Und seien wir uns mal ehrlich: Spinnen sind einfach grauslich.
Ihr seht also, ich habe viele Ängste, mir würden bestimmt noch viele weitere einfallen. Lasst die Angst aber nie Überhand nehmen, denn ihr könnt stark genug sein, diese zu verbannen. Und wenn ihr das Gefühl habt, diese Angst nicht alleine bewältigen zu können, holt euch Hilfe von der Familie, von Freunden oder sogar von mir. Ich werde euch jederzeit zuhören und euch gut zureden, so gut ich kann.
Diese Aktion hat Kim Leopold ins Leben gerufen, zu ihrer Neuerscheinung “Bleiben einzig und allein wir”, denn in diesem Buch geht es unter anderem um Ängste. Hier könnt ihr den Aufruf finden: Poetry Slam von Kim Leopold. Ihr könnt gerne eure Ängste in einem eigenen Beitrag nieder schreiben, denn wenn ihr dem Hashtag folgt, werdet ihr sehen, dass wir alle nicht alleine mit unseren Ängsten sind. ❤

 

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