Buch Angie Thomas, The Hate u give little infants fucks everybody
#bleibdu,  Rezension

The Hate u give von Angie Thomas

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…
Quelle: Amazon
 
 Autor: Angie Thomas
Verlag: CBJ
Seiten: 513
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar
 
 
Puh, keine Ahnung wie ich hier am Besten anfangen soll. Diese Geschichte ist irre gut und bewegend geschrieben. Ich hatte meine Probleme damit, das Buch auf die Seite zu legen, denn es war einfach so mitreißend, dass ich ständig wissen wollte wie es weitergeht.

Starr ist unglaublich. Schon in der Kindheit musste sie Dinge mitansehen, die einfach grausam waren. Und dann muss sie auch noch mitansehen, wie ihr bester Freund erschossen wird. Das Thema im Buch ist genau jenes, das man auch in der Realität immer wieder zu hören bekommt. Rassismus. Weißer Cop erschießt dunkelhäutiges Kind. Grausame Realität. Wirklich Grausam. Man hört davon. Man liest davon, aber es so mitzuerleben, wie beim Lesen dieser Geschichte, ist etwas ganz anderes. Denn auch wenn ich davon wusste, hat mir dieses Buch erst recht die Augen geöffnet.

In The Hate U Give werden dem Leser aber auch viele andere Themen Nahe gebracht. Starr geht zwar in eine Privatschule, weil ihre Eltern ihr dort eine bessere Zukunft ermöglichen wollen, wohnt aber trotzdem in einem armen Viertel. Und irgendwie fühlt sie sich sowohl hier als auch dort fehl am Platz. Als Leserin hatte ich das Gefühl Seite an Seite mit Starr zu gehen, weswegen ich auch viel von ihrem Wohnviertel, von ihrem Schulleben und ihren Gefühlen mitbekommen habe. Ihre Eltern haben ihr schon früh beigebracht, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten muss, was mich anfangs doch schockiert hat.

Aber nachdem ich die Polizeigewalt in diesem Buch mitbekommen habe, konnte ich es total verstehen. Nicht nur Rassismus spielt hier eine große Rolle, sondern auch Polizeigewalt, Schubladen denken, wie schnell man vom Opfer zum Täter werden kann, das Leben in Gangs und einfach so viel mehr. Es zeigt aber auch schöne Momente, eine wahnsinnig liebe Familie, zumindest der enge Kern und Zusammenhalt.

Auch wie die Autorin die Demos und alles beschrieben hat, war ein Wahnsinn, ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein. Starr war hier nicht immer stark, auch sie hatte Angst und ich konnte sie nur zu gut verstehen. Und obwohl sie für die Gerechtigkeit einstehen wollte, hat sie es von allen Seiten drauf bekommen, das war schon echt hart. Nicht nur einmal hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen oder Gänsehaut.

Im Endeffekt kann ich nur sagen, dass ich hoffe, das dieses Buch sich genauso Gehör verschaffen kann, wie Starr. Dass dieses Buch viele Menschen lesen, denn es zeigt die bittere Realität, überhaupt in den USA.

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, ich habe es verschlungen.

 

 
 
 

 

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