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(Thrillerfestival) Interview mit M.H.Steinmetz

Der Papierverzierer Verlag hat zurzeit ein Thriller Festival auf Facebook laufen. Interesse? Dann hier entlang : 
Im Zuge dessen, durfte ich M.H. Steinmetz ein paar Fragen stellen. Natürlich wollt ihr unbedingt wissen, wie die Fragen und Antworten ausgefallen sind, richtig? Deswegen will ich euch gar nicht lange auf die Folter spannen. Also Bühne frei für M.H. Steinmetz 😉


Hallo Mario und Danke,dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Nachdem ich ja bis jetzt kaum Thriller und Horrorgeschichten gelesen habe, sind mir die gängigen Autoren auch noch nicht wirklich sehr bekannt. Kannst du uns bitte ein bisschen von dir erzählen?

Tja, im Grunde sind Thriller aktuell eher Elemente in meinen Horror-Storys. Und genau das schreibe ich. Horror. Was mich abseits des Schreibens betrifft, lebe ich in Rheinland-Pfalz und gehe dort meinem Brotjob als Programmierer nach. Schreibe ich gerade mal nicht, verbringe ich meine Zeit mit meiner Lebensgefährtin, meiner Tochter, meinem Hund, meinem Pferd, oder betreibe Reenactment des 13. Jahrhunderts. Langeweile kommt also eher selten auf, lach

Seit wann bist du beim Papierverzierer Verlag und wieviele Bücher hast du dort schon veröffentlicht?

Wenn ich mich nicht irre, ist das jetzt drei Jahre her. Angefangen mit Hells Abyss – 666. Inzwischen ist die gesamte Hells Abyss Trilogie erschienen, dazwischen mein Südstaaten Backwoodhorror The Wild Hunt und ganz aktuell Dreizehn. Also fünf Bücher beim Papierverziererverlag, ein Ende ist nicht in Sicht!

Dein neuestes Werk „Dreizehn“ hat wirklich ein wahnsinnig gruseliges Cover. Was erwartet uns in dem Buch?

Genau das! Aber nicht nur. Dreizehn behandelt zum einen das Dilemma einer Patientin in einer britischen Psychiatrie. Sie scheint mehr über eine Mordserie zu wissen, die Detective Sergeant Ethan Ward vom New Scotland Yard in Atem hält. Also Horror und Thriller und am Ende, halt, das verrate ich nicht. Nur soviel, das auf euch wieder sehr viele schräge Charaktere zukommen, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich haben

Die Frage, die mich echt brennend interessiert: Woher nimmst du deine grausamen Ideen? Du wirst ja nicht Menschen begegnen und plötzlich an Schnittwunden in mystischen Formen denken, oder doch?

Jedes Sekunde meines Lebens! Nein, Spaß … Ich lese schon ewig (was man bei meinem Alter durchaus behaupten kann) Grusel- und Horrorgeschichten. Dann natürlich auch Filme dazu. Früher habe ich exessiv Vampire Live gespielt und Tischrunden für Kult geleitet, das ultimative Horror Rollenspiel. Mich hat eben schon immer das Dunkle interessiert, die Welt hinter der Wand (oder Tapete, je nachdem). Dazu kommt mein Interesse an allem Mystische. Früher haben wir Seancen gemacht und das klassische Glasrücken, um Geister zu befragen. Da sind dann Dinge passiert …

Wenn ich mir den Klappentext anschaue, sehe ich einige Themen die bestimmt viel Recherchearbeit erfordern. Wielange musstest du für „Dreizehn“ recherchieren?

Oh ja. Das Totenbuch kannte ich ja schon von früher, aber gerade das britische Setting hat einiges gefordert. England ist schließlich die heilige Kuh des Thrillers. Dazu einiges über die Besonderheiten von Doktor Horvat, dann die Rückblenden Dreizehn betreffend und die Leute, die deswegen ins Gras beißen. Alles hängt zusammen, greift ineinander ein. So mag ich das. Recherche macht oft mehr als 40% meiner Arbeit an einem Roman aus.

Ich bin ja ein richtiger Angsthase und würde nach Horrorgeschichten vermutlich in der ganzen Wohnung das Licht aufgedreht haben um aufs WC und wieder ins Bett zu kommen (im Laufschritt natürlich). Was fasziniert dich so an diesem Genre?

Eben genau das. Der Atem des Unbekannten in deinem Nacken, die Blicke aus dem finsteren Wald, das Unfassbare. Alles, was über unseren beschränkten Horizont hinausgeht. Auf meinen Reisen habe ich das Glück, viel Regionales davon zu erleben.

Woran arbeitest du jetzt gerade? Worauf dürfen wir uns freuen bzw. wovor fürchten?

Neben einigen Romanprojekten und einer handvoll Kurzgeschichten, bei denen ich mich im Genre Fantasy und Cyberpunk versuche, entsteht gerade für den Papierverziererverlag der erste Band meiner neuen Trilogie The Orphans. Der erste Band trägt den Titel Dead Man’s Hand und entführt die Leser nach Iowa und South Dakota, wo ich dieses und letztes Jahr einige Wochen verbrachte und viel vom Backwoodleben mitgebracht habe. The Orphans wird der pure Horror. In Anlehnung an die Klassiker dieses Genres (Texas Chainsaw z.b.) siedle ich einen Strang der Story in den späten Siebzigern an, aber ihr dürft euch auch über krasse Westernelemente freuen. Immerhin spielt die Story in den Plains!

Wie gefällt es dir beim Papierverzierer Verlag? Was macht diesen Verlag für dich so besonders?

Wo soll ich da anfangen. Es ist in der Hauptsache die entspannte, unkomplizierte Zusammenarbeit. Die Akzeptanz meiner manchmal wirklich schrägen Ideen, die Mitgestaltung der Cover, der freundschaftliche Umgang miteinander. Dazu die Aktionen wie Bloggertreffen usw … Passt!

Das Thriller Festival ist ja voll im Gange und hat jede Menge tolle Beiträge. Wie gefällt es dir bisher?

Mir gefällt vor allem, das es um weit mehr geht, als nur die Bücher und Autoren vorzustellen. Es geht um das Thema Thriller ansich. Was erwartet man, wie entstehen solche Geschichten, was sind die Elemente davon …

Zum Abschluß würde ich gern von dir wissen, welches von deinen Werken bis jetzt, dein persönliches Highlight war und warum.

Mein persönliches Highlight war ganz klar Hells Abyss. Einfach, weil es wichtige Elemente meines Lebens beschreibt, wie Musik und Szene. Weil sich in Lucy einige Personen vereinen, denen ich sehr nahe war und bin. Natürlich gefällt nicht jedem, das ich vor allem im ersten Band stark mit Klischees spiele, aber dahinter steckt eine Menge, am eigenen Leib erfahrer Wahrheit. Dieser Abschnitt meines Lebens war in der Tat sehr exessiv und extrem in allen Dinge, das können viele Leute in der schwarzen Szene von Heute eben nicht begreifen. Allerdings kratzt Dreizehn am Thron, weil … na schaun wir mal, wie sich das entwickelt.

Danke lieber Mario fürs Fragen beantworten und deine Zeit.

Herzlichen Dank für die tollen Fragen. Geht mit offnen Augen durchs Leben, verschließt euch vor nichts und achtet auf die Blicke in eurem Rücken 😉



Hier gibts noch ein paar Infos zu Marios neuestem Werk “DREIZEHN”


Seiten: 666

Detective Sergeant Ethan Ward vom New Scotland Yard wird mit der Aufklärung einer Mordserie in London betraut. Ein mysteriöser Täter verstümmelt auf bizarre Weise arglose Opfer und überzieht ihre Haut mit winzigen Schnitten in Form uralter mystischer Symbole, die einem bestimmten Muster folgen. Er hinterlässt dabei Spuren, die jeder Logik widersprechen.
Zusammen mit der eigenwilligen Graphologin Natascha Horvat verstrickt sich Ward in einem tödlichen Netz aus altägyptischer Mythologie und gefährlichen Geisterbeschwörungen.
Eine Spur führt sie nach Foulness Island zur Courtsend Psychiatrie, in der die Insassen unter dem harten Regime des rätselhaften Doktor Botkin anstelle von Namen Nummern tragen. Besonders Patientin Dreizehn weckt ihr Interesse, denn sie kennt Details zur Mordserie, die sie verdächtig machen. Doch wie kann sie von den Morden wissen, ruhiggestellt von Medikamenten und eingesperrt in eine Gummizelle?
Verbirgt sich hinter ihrer Schizophrenie mehr als nur eine gespaltene Persönlichkeit?

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