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Warum Buchverfilmungen selten solche Emotionen hervorrufen, wie Bücher

Habt einen wunderschönen Freitag ihr Lieben,

heute steht wieder unser #PinkysSchlauerFreitag auf dem Plan, mit einem Thema, über das sich sicher jeder Bücherwurm schon mal Gedanken gemacht hat. Warum Buchverfilmungen, selten solche Emotionen hervorrufen, wie Bücher? 

Das kennen wir doch alle oder? Wir lesen ein Buch und lieben es. Wenn wir dann die Neuigkeit erfahren, dass genau dieses Buch verfilmt wird und bald ins Kino kommt, sind wir vermutlich die Ersten, die sich die Kinokarten vorbestellen. Voller Freude schleifen wir eine Freundin, den Mann oder ein Familienmitglied ins Kino, holen uns Nachos mit Käsesauce und ein Getränk und warten schon ganz hibbelig auf den Einlass und anschließend auf den Filmbeginn. Natürlich Texten wir unsere Begleitung noch ordentlich über den Inhalt des Buches zu, ob sie es kennt oder nicht ist uns dabei meistens egal, wir müssen einfach nochmal erwähnen, wie sehr wir das Buch geliebt haben und was diese Geschichte mit uns gemacht hat. Die Vorschau fängt an und unsere Aufregung steigt immer mehr. Wuhuuu, endlich ist es soweit, der Film beginnt und dann kommt sie auch schon…… die Ernüchterung. Der Film kann mit dem Buch absolut nicht mithalten. Was uns im Buch gepackt und in Gefühlsaufruhr gebracht hat, ist im Film einfach nur plump rüber gekommen. Schwer enttäuscht fahren wir danach wieder nach Hause und wir schwören uns, dass wir nie wieder ins Kino gehen wenn eine Buchverfilmung raus kommt.

Bei mir war das ganz schlimm, beim zweiten Teil von Shades of Grey. Die Bücher hab ich gemocht, jetzt nicht so, dass ich sie unbedingt nochmal lesen muss, aber sie waren ganz ok. Der Film war für mich persönlich der absolute Horror. Die Glitzervampir Edward Stimme hat mich als erstes um den Verstand gebracht. Wenn Christian erzählt hat, dass seine „Mutter“ ihn gerettet hat, hab ich mich direkt in den Twilight Film zurück versetzt gefühlt, als Edward über Carlisle geredet hat. Die Stimme von Anastasia war für mich mehr gestöhnt als gesprochen. Und die Handlungen waren einfach so richtig rein gepresst für mich. Zack- Ana kommt zurück- Zack- die alte Sub bedroht sie- Zack- Hunschrauberabsturz- Zack- Katastrophe bei der Party. So in etwa hat sich der Film für mich angefühlt. Viele andere waren voll begeistert, ich allerdings war schwer enttäuscht. Der dritte Teil war für mich wiederum ein toller Abschluss. Vielleicht weil da der Zeitraum zwischen Buch und Film größer war als beim zweiten Teil? Ich hab die Bücher ja erst nach der ersten Verfilmung gelesen. Ich weigere mich prinzipiell lange gegen Hype Bücher um ihnen dann am Schluss doch zu verfallen. Hatte ich also beim zweiten Teil noch alles zu frisch im Gedächtnis und war deswegen so enttäuscht? Ich befürchte genau daran liegt’s. Ich habe nach der zweiten Verfilmung nochmal extra das Buch gelesen um den zweiten Teil wieder positiver zu sehen.

 

Meine Theorie warum Buchverfilmungen, selten solche Emotionen hervorrufen, wie Bücher, ist diese:

Beim Lesen träumen wir uns in die Welten hinein, wir haben unsere eigenen Vorstellungen von den Protagonisten, unsere eigenen Vorstellungen von Orten und können unserer Fantasie freien Lauf lassen. In Büchern ist alles detaillierter beschrieben, was ja auch absolut klar ist. Wenn wir 6 Stunden Kopfkino haben, wie soll das in 2 Stunden Filmzeit alles untergebracht werden? Das geht einfach nicht. Außerdem ist es meiner Meinung nach so gut wie unmöglich, die perfekte Besetzung für die Protagonisten zu finden, weil der Kopf ja sowieso seinen eigenen Vorstellungen über die Protagonisten nachjagt. Somit kann gar nicht jeder zufrieden sein. Man könnte auch einfach sagen: Fantasie vs Vorgaben. Da ist ja klar, wer bei uns Bücherwürmern das Rennen macht oder?

Es gibt aber für mich persönlich auch Ausnahmen, wie zb Nicholas Sparks Buchverfilmungen. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber seine Verfilmungen reißen mich immer richtig mit. Das letzte Buch von ihm, bei dem ich auch den Film liebe, war „Kein Ort ohne dich“. Den würde ich wirklich jedem sofort empfehlen, ohne mit der Wimper zu zucken. Prinzipiell mag ich seine Verfilmungen wirklich gerne, weil die emotional immer der Hammer sind.

Womit ich auch nicht so ein Problem habe, ist wenn ich zuerst den ersten Teil einer Reihe sehe und erst danach mit den Büchern beginne. Da sind für mich die Filme meistens trotzdem gut. Vielleicht weil ich da mit anderen Erwartungen ran gehe? So ging es mir bei „Rubinrot“ und dem ersten Teil von „Die Bestimmung“. Da habe ich die Filme geliebt und weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht, die Bücher danach gelesen. Und trotzdem war ich von den Filmen begeistert. Vielleicht sollten wir wirklich unsere Erwartungen einfach runter Schrauben vor dem Kinobesuch, vielleicht werden wir ja dann sogar positiv überrascht. Wer weiß. 

 

Aber auch wenn mich Filme meistens nicht so packen und ich mir immer wieder schwöre, keine Buchverfilmung mehr zu schauen,  werde ich bestimmt trotzdem jeden davon sehen, wenn mich die Bücher begeistert haben. Alleine schon um meine Neugierde zu stillen.

Wie steht ihr dazu? Was glaubt ihr woran es liegt, dass Verfilmungen uns kaum so berühren, wie die Bücher es tun? 

Was meine Pinkys dazu sagen, sehr ihr hier: 

 

 

 

 

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