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Wenn Vorurteile zum Mord werden

Wie oft liest man in Zeitungen von Fällen, in denen ein Polizist vorschnell jemanden anschießt bzw erschießt. In Amerika ist dies öfter der Fall als hier. Aber warum passieren solche Dinge? Sollte man nicht meinen, dass gerade Polizisten “normalen Bürgern” helfen und sie nicht grundlos erschießen sollten? Meistens stecken Vorurteile dahinter, Angst aufgrund Vorurteilen, Übereilte Reaktion aufgrund Vorurteilen….Trotzdem nicht entschuldbar, immerhin geht es um Menschenleben.

 

In “The hate u give” ist genau dies der Fall. Ein dunkelhäutiger Junge fährt mit dem Auto, wird von der Polizei angehalten und aufgefordert das Auto zu verlassen. Er steigt also aus dem Auto aus, möchte sich nach dem Wohlbefinden der Beifahrerin erkundigen und wird sofort dreimal angeschossen. Warum fragt man sich? Er wurde in keinster Weise zur Gefahr! Das sehen wir so, der Polizist aber nicht. Denn für ihn ist sofort klar, dass es sich hierbei um einen Drogendealer handeln wird und fühlt sich bedroht. Klar, sie befinden sich gerade nicht im Besten Viertel, aber kann ich deswegen jedem Schwarzen sofort einen Stempel aufdrücken? Ist es nicht ein wenig engstirnig zu denken, dass hier Schubladendenken angebracht wäre? In meiner Rolle als Helfer und Beschützer? Eindeutig ein fataler Vorfall, der ohne Vorurteile vermutlich nicht zustande gekommen wäre. Hätte man diesen Jungen nicht automatisch als Drogendealer oder ähnliches gesehen, sondern als den Jungen, der er eigentlich war, der gerade dabei war sein Leben zu verbessern, wäre er auch noch am Leben. Denn dann wäre er nicht sofort als Gefahr eingestuft worden, hätte jener Polizist nicht überreagiert, durch seine Angst.

Und genau solche Dinge sind es auch im normalen Leben. Wir verurteilen Menschen mitunter viel zu schnell und sind uns über die Auswirkungen nicht bewusst. Denn wie im oben genannten Fall wurden die Vorurteile zum Mord. Die Medien sensibilisieren uns wahnsinnig auf manche Themen. Wieviele Leute hatten Angst vor der großen Flüchtlingswelle zb? Durch dieses übertriebene Medienspektakel hatten viele Menschen so viel Angst, dass sie unbewaffnet das Haus nicht mehr verlassen haben. Und was kommt bei sowas schnell raus? Man denkt auch hier in Schubladen, beschuldigt alle Flüchtlinge kriminell zu sein(das ist nicht meine Meinung) und geht sofort in Angriffsstellung. Dabei passieren Menschen, die vielleicht sogar nur nach dem Weg fragen wollten, die schlimmsten Dinge. Weil wir uns bedroht gefühlt haben, dank unserer Vorurteile.

Aber es muss ja nicht immer so direkt sein. Vorurteile können auch anders zum Mord werden. Wir verurteilen einen Menschen, wegen seiner Nationalität, Religion, seinem Aussehen etc., reden somit gegen diesen. An einem Menschen vor dem wir Angst haben, von dem wir glauben er ist ein Krimineller oder ähnliches, werden wir kaum ein gutes Haar lassen. Selten geben wir zu, dass wir Angst haben. Stattdessen werden wir vielleicht versuchen, alle anderen auf unsere Seite zu ziehen und ständig gegen den Betroffenen reden….. Leute! Das ist Mobbing! Und Mobbing macht Leute fertig und führt sie in manchen Fällen zu Selbstmord! Auch wenn ihr hier, keine Hand angelegt habt, ist es MORD!!!!

Wir sollten also einfach in uns gehen und dieses Schubladendenken endlich sein lassen. Nicht jeder Mensch ist gleich, Flüchtlinge sind nicht automatisch kriminell, Dunkelhäutige sind nicht automatisch Drogendealer……. Jeder Mensch hat es verdient, dass wir uns unsere eigene Meinung über ihn bilden, denn keiner kann für die Fehler von anderen etwas. Vorurteile können vieles anrichten und schlimmstenfalls sogar zum Mord werden, egal ob durch die eigene Hand oder durch unsere Worte.

 

Wir alle sind Menschen und Angst zu haben ist völlig natürlich, aber nicht vor jedem Fremden muss man automatisch Angst haben. Lasst uns nicht vorschnell über andere Menschen urteilen, sondern lasst uns den Menschen kennen lernen, seine Geschichte hören und uns dann erst unsere Meinung über ihn bilden. Lasst die Welt zu einem besseren Ort werden, in der unschuldige nicht durch unsere Vorurteile verletzt werden.


Hier mehr Details zu dem oben genannten Buch:

The hate u give angie thomasDie 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…

Quelle: Amazon

 

Autor: Angie Thomas
Verlag: CBJ
Seiten: 513
Mehr Informationen -> Hier entlang
Meine Rezension: The hate u give

 


Dieser Beitrag gehört zu der #BleibDu Aktion , organisiert von der Netzwerkagentur Bookmark und Authors Assistant. (Im Bild verlinke ich euch die Bleib du Homepage, auf der ihr mehr Informationen zu allen Themen findet.

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Reading Maddox Girls

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